Gasleck in der Nordsee darf gestopft werden
Der Energiekonzern Total wird nach eigenen Angaben schon bald mit Maßnahmen gegen das Gasleck an seiner Nordsee-Plattform Elgin beginnen können. Ein auf die Förderplattform vor der Küste Schottlands entsandtes Expertenteam habe keine Einwände gegen eine Fortsetzung der Vorbereitungen zum Stopfen des Lecks, teilte Total am Freitag mit.
London (AFP/red) - Das texanische Spezialunternehmen Wild Well Control, das fünf der acht Experten stellte, erklärte ebenfalls, es sei mit keinen "überraschenden Hindernissen" zu rechnen. Laut Total soll das Team in den nächsten Tagen für weitere Erkundungen auf die Plattform zurückkehren.
Gasflamme war von selbst erloschen
Vor fast zwei Wochen war das Gasleck entdeckt worden, wegen Explosionsgefahr wurden alle 238 Mitarbeiter in Sicherheit gebracht. Am vergangenen Wochenende erlosch eine zum Abfackeln von Gasresten genutzte Flamme von selbst, die unmittelbare Gefahr einer Explosion war damit gebannt.
Inzwischen tritt offenbar weniger Gas aus als zuvor
Total will nun versuchen, schweren Schlamm direkt in das Bohrloch zu pumpen. Gleichzeitig bereitet der Konzern zwei Entlastungsbohrungen vor, diese könnten jedoch bis zu sechs Monate dauern. Total versicherte am Freitag, jüngste Messungen ließen darauf schließen, dass in den vergangenen Tagen weniger Gas ausgetreten sei als zuvor.
Nach Greenpeace entsandte auch die schottische Regierung am Freitag ein Forschungsschiff in die Zone vor der havarierten Plattform, um mit eigenen Messungen die Auswirkungen des Lecks auf die Umwelt zu überprüfen. Zwar seien die Auswirkungen auf die Umwelt "weiterhin minimal, doch ist es wichtig, soviele Informationen zu sammeln wie möglich, solange die Situation andauert", erklärte Umweltminister Richard Lochhead nach einem Treffen mit Total-Manager Philippe Guys im schottischen Aberdeeen.
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