Nachtspeicherstrom: Kunden haben kaum Alternativen
Nachspeicherstrom, auch als Heizstrom, Nachtstrom oder Niederstrom bekannt, wird zum Heizen mit Nachtspeicheröfen verwendet, während mit Haushaltsstrom Haushaltsgeräte und Leuchtmittel betrieben werden.
Damit unterscheidet sich das Lastprofil von Nachtspeicherstrom erheblich von dem von Haushaltsstrom, da Nachtspeicherstrom in erster Linie nachts und zu Schwachlastzeiten (20-8 Uhr) bezogen wird. In den 70er Jahren wurden Nachtspeicheröfen aus diesem Grund gefördert, denn Großkraftwerke konnten nicht mal eben über Nacht, wenn der Stromverbrauch niedrig ist, ausgeschaltet werden. So wurde nachts billiger Nachtspeicherstrom angeboten, um die Kraftwerke auch in der Schwachlastzeit auszulasten.
Nachtspeicherstrom - eine Mangelware
Um Großkraftwerke auch nachts auszulasten, wurde Nachtspeicherstrom besonders in den 70er Jahren sehr günstig angeboten - mittlerweile sind die Preise aber stark gestiegen.
(Foto / Abb.: Thorsten Schier / Fotolia.com)
Nachtspeicherstrom wird meist nur vom Grundversorger angeboten, damit verfügt dieser in seinem Versorgungsgebieten quasi über eine Monopolstellung und muss sich in der Regel nicht mit Konkurrenten herumschlagen. Für andere Stromanbieter lohnt es sich nicht, Nachtstromtarife anzubieten. Das wirkt sich nicht nur negativ auf die Preisgestaltung aus, sondern erschwert daneben den Anbieterwechsel.
Dazu kommt, dass seit 2007 Nachtspeicherstrom nicht mehr steuerlich begünstigt wird. Zu dieser Entscheidung haben die ökologischen Nachteile der Nachtspeicherheizungen einen wesentlichen Beitrag geleistet. So ist Nachtspeicherstrom in den letzten Jahren immer teurer geworden, so dass die Nachtspeicherheizung heute eine der teuersten Heizformen ist.
Stromanbieterwechsel mit Nachtspeicherstrom?
Für die Nutzung von Nachtspeicherstrom benötigt man einen Zweitarifzähler, auch Doppel- oder Nachtstromzähler genannt. Damit kann der Stromverbauch von Hoch- und Niedertarifzeiten separat erfasst und abgerechnet werden. Wie bereits erwähnt gibt es neben den Grundversorgern kaum Stromanbieter, die Nachtspeicherstrom anbieten. Dennoch lohnt sich ein Strompreisvergleich. Kunden mit Zweitarifzählern sollten allerdings prüfen, ob sich der Wechsel zu einem reinen Hauptzeittarif lohnt. Das ist dann der Fall, wenn der Strom insgesamt gesehen günstiger ist als im Hoch-/Niedertarif.
Der Nachtstrom-Preisvergleich
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Trotz Zweitarifzähler weg vom Nachtspeicherstrom
Wer noch aus alten Zeiten einen Zweitarifzähler hat, heute aber nicht mehr mit Nachtstrom heizt, ist aber nicht an den Nachtspeicherstrom seines Grundversorgers gebunden. Denn ein Stromanbieterwechsel zu einem "normalen" Stromtarif ist auch mit einem solchen Stromzähler möglich.
Viele Stromanbieter benutzen nach einem Wechsel einfach nur noch den Hauptzeit-Zähler des vorhandenen Stromzählers. In jedem Fall sollten Sie aber vor dem Wechsel mit dem neuen Stromanbieter klären, ober dieser den Zweitarifzähler akzeptiert, denn das ist nicht bei jedem Anbieter der Fall.