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Nachtstromtarife sind Mangelware

Nachtstromtarife sind in den Zeiten, zu denen weniger Strom verbraucht (also vor allem in der Nacht), günstiger als tagsüber und sind damit vor allem für Nachtspeicherheizungen interessant. Doch wer einen Nachtstromtarif nutzt ist meist an den Grundversorger gebunden.

Hinter dem Begriff Nachtstromtarif steckt die Aufteilung in einen Haupt- und einen Nebenzeittarif. Diese Unterteilung rentiert sich nur, wenn man jährlich zirka 1000 Kilowattstunden Strom während der Nebenzeit, also zu Schwachlastzeiten nachts oder am Wochenende, bezieht. Um Nachtstromtarife nutzen zu können, benötigt man einen Zweitarifzähler. Dieser registriert, wie viel Strom zu welcher Tages- beziehungsweise Nachtzeit genutzt worden ist.

Strommast Von wegen günstiger Nachtstrom: Mittlerweile sind Nachtstromtarife stark gestiegen und oft nicht mehr rentabel. (Foto / Abb.: Hartmut Rauhut / Fotolia.com)

Mit der Aufhebung der steuerlichen Begünstigung von Nachtstrom ist der Preisvorteil der Nachtstromtarife so gut wie verschwunden. Dennoch sollte man als Verbraucher die Chance nutzen und einen Preisvergleich durchführen.

Wie findet man Nachtstromtarife?

Nachtstromtarife findet man am einfachsten mit unserem Stromtarifrechner. Dazu tippt man seine Postleitzahl, den jährlichen Stromverbrauch sowie den Stromanteil während der Nebenzeit ein (diese Option finden Sie unter "weitere Einstellungen") und nur wenige Sekunden später erhält man die Tarifvorschläge.

Die Zahl der Nachtstromanbieter ist stark begrenzt, das heißt, es gibt oft keine ernsthafte Alternative zum Nachtstromtarif des regionalen Grundversorgers. Das liegt daran, dass sich aufgrund von hohen Netznutzungsentgelten die Nachtstromtarife für alternative Anbieter nicht auszahlen. Deshalb kann sich auch für Nachtstrom-Kunden, die normalerweise über einen Haupt-/Nebenzeittarif abrechnen, der Wechsel in einen reinen Hauptzeittarif - also einen ganz normalen Stromtarif - lohnen. Diese sind wegen der der Vielfalt an Tarifmodellen mittlerweile oft günstiger.

Der Nachtstrom-Preisvergleich

Der Stromvergleich mit Daten vom Testsieger*. Prüfen Sie, ob ein Anbieterwechsel mit Nachtstrom lohnt.

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Nachtstromtarife: Stromheizungen sind unverhältnismäßig teuer

Heizen mit Strom ist teuer, vor allem im Vergleich zum Heizen mit Öl oder Gas. Darüber hinaus ist das Verheizen von Strom extrem klimaschädlich. Die CO2-Emissionen von Nachtspeicherheizungen sind doppelt beziehungsweise dreifach so hoch wie von Ölheizungen oder Gasbrennwertkesseln. Deshalb sollten sich alle Verbraucher, die Nachtstrom zum Heizen nutzen, dringend über andere Heizformen Gedanken machen. Das dankt Ihnen nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihr Geldbeutel.