EnBW bereitet Abriss ausgedienter Atommeiler vor
Gut 14 Monate nach ihrer Stilllegung bereitet der Energiekonzern EnBW den Rückbau ausgedienter Atommeiler vor. "In Kürze" werde das Unternehmen damit beginnen, die Zellenkühltürme von Block I des Kernkraftwerks Neckarwestheim bei Heilbronn zu demontieren. Zudem gehen die Arbeiten in Philippsburg und Obrigheim weiter.
Leiter der US-Atomaufsicht tritt zurück
Der Leiter der US-Atomaufsichtsbehörde NRC, Gregory Jaczko, hat seinen Rücktritt bekanntgegeben. Nach "drei unglaublich produktiven Jahren" auf diesem Posten sei es nun an der Zeit, sich an anderer Stelle für die öffentliche Sicherheit einzusetzen, erklärte Jaczko am Montag in Washington. Über die Gründe für den Rücktritt wird bereits spekuliert.
Russischer Oligarch will 675 Millionen von RWE einklagen
Der russische Oligarch Leonid Lebedew fordert Medienberichten zufolge Schadenersatz in Höhe von 675 Millionen Euro vom deutschen Energieversorger RWE und seinem Vorstandschef Jürgen Großmann. Hintergrund: Lebedew sei beim Kauf eines russischen Versorgers von RWE hintergangen worden.
Strom seit 2004 fast 40 Prozent teurer geworden
Infolge der Energiewende befürchten viele in Zukunft stark steigende Strompreise. Das unabhängige Verbraucherportal Verivox betont jedoch, dass sich die Energiewende unbedingt daran schuld ist. Strompreisentwicklungen in der Vergangenheit würden nicht darauf schließen lassen, der Trend nach oben ist jedoch deutlich - ob mit oder ohne Energiewende.
Peter Altmaier wird neuer Bundesumweltminister
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach dem verheerenden Wahldebakel in Nordrhein-Westfalen ihren Umweltminister Norbert Röttgen gefeuert. Sein Nachfolger wird Unions-Fraktionsgeschäftsführer Peter Altmaier, wie die CDU-Chefin am Mittwoch in Berlin bekannt gab. Er soll jetzt weiter an der Umsetzung der Energiewende arbeiten.
Gleichstromprojekt mit Norwegen schreitet voran
Im Rahmen des Projektes "NorGer" will ein norwegischer Netzbetreiber ein Seekabel durch die Nordsee ziehen, so dass in beide Richtungen elektrische Energie transportiert werden kann. Damit kann zum Beispiel Ökostrom zu Spitzenzeiten nach Norwegen "weggeschickt" - und wieder abgerufen werden, wenn Bedarf besteht.
RWE will AKW Biblis abreißen lassen
Der Energiekonzern RWE will das stillgelegte Atomkraftwerk Biblis abreißen lassen. Ein direkter Abbau der Anlage sei einem sicheren Einschluss vorzuziehen, teilte der Betreiber am Freitag mit. Ein Antrag zum Abbau werde in der zweiten Jahreshälfte bei der hessischen Genehmigungsbehörde eingereicht.
Japans Bevölkerung soll 20 Prozent Energie einsparen
Angesichts möglicher Stromengpässe will die japanische Regierung Medienberichten zufolge Unternehmen und Haushalte im Sommer massiv zum Stromsparen drängen. Weite Teile des Westens und der Mitte Japans würden aufgefordert, bis zu 20 Prozent weniger Energie zu verbrauchen.
Die Solarförderung muss in den Vermittlungsausschuss
Der Bundesrat hat die Regierungspläne zur drastischen Kürzung der Solarförderung vorerst gestoppt. Mit Zwei-Drittel-Mehrheit stimmte die Länderkammer am Freitag für die Anrufung des Vermittlungsausschusses und eine Überarbeitung des Gesetzes. Kritik entzündete sich gleich an mehreren Punkten.
E.on beantragt Rückbau des AKW Isar 1
Der Energiekonzern E.on hat den Rückbau des stillgelegten Kernkraftwerks Isar 1 bei Landshut angekündigt. Der Genehmigungsantrag sei Ende vergangener Woche gestellt worden und werde derzeit geprüft, bestätigte das bayerische Umweltministerium am Donnerstag in München.
Windkraft-Regelung für Mittelhessen gekippt
Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat die Regelungen zur Windkraft im Regionalplan Mittelhessen gekippt. Mit einem am Donnerstag in Kassel ergangenen Urteil erklärte der 4. Senat die getroffene Festlegung von Windkraft-Vorranggebieten für unwirksam.
Wachpersonal von Atomkraftwerken will womöglich streiken
Die Gewerkschaft Verdi droht mit Warnstreiks beim Wachpersonal der deutschen Atomkraftwerke. Wie die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" am Mittwoch berichtete, will Verdi damit der Forderung nach einem Sozialtarifvertrag Nachdruck verleihen, um die Folgen des Atomausstiegs für die Mitarbeiter abzumildern.
Netzagentur rechnet weiterhin mit Strom-Engpässen
Die Bundesnetzagentur rechnet wegen der Energiewende auch im kommenden Winter mit einer angespannten Lage im deutschen Stromnetz. Nach der Abschaltung einer Reihe von Kernkraftwerken und wegen des schleppenden Ausbaus der Stromautobahnen sei "mit einer ähnlichen Situation" wie im vergangenen Winter zu rechnen.
Spritpreis-Gesetz stößt auf immer mehr Ablehnung
Die geplante Markttransparenzstelle gegen überhöhte Spritpreise ist nach einem Medienbericht beim Nationalen Normenkontrollrat der Bundesregierung auf Kritik gestoßen. Viele fürchten ein Bürokratiemonster, einen reinen Papiertiger. Sogar der ADAC will das Gesetz nur bedingt.
Bundestag: Fahrdienst besteht fast nur aus Klimaschleudern
Die Fahrbereitschaft für die 620 Bundestagsabgeordneten verfehlt zum wiederholten Male Klimaschutzziele, die der Ältestenrat des Parlaments 2009 einstimmig beschlossen hatte. So bleiben lediglich 39 mit Biogas betriebene Limousinen eines Vertragspartners unter dem seit 1. Januar geltenden Richtwert von 120 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer.
Pumpspeicherkraftwerke sind bedeutsam für Alpenländer
Die Schweiz, Österreich und Deutschland wollen den Ausbau von Pumpspeicherkraftwerken als zentrales Element ihrer künftigen Energiepolitik vorantreiben. Die Wirtschaftsminister der Schweiz, von Österreich und aus Deutschland hätten eine entsprechende Erklärung unterzeichnet, teilte das Schweizer Energieministerium am Mittwoch mit.
Tankstellen müssen ihre Preise künftig einer Behörde melden
Eine effektive Maßnahme oder nur ein neues Bürokratiemonster? Künftig müssen Energiekonzerne dem Bundeskartellamt ausführliche Informationen zu ihrer Preispolitik geben. Nun hofft man auf mehr Wettbewerb zwischen den Großen der Branche und kleineren Anbietern.
Entscheidung über Thüringer Starkstromtrasse offenbar im Mai
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig will offenbar noch in diesem Monat über den Weiterbau der umstrittenen Starkstromtrasse durch den Thüringer Wald entscheiden. Eine Entscheidung werde "im Laufe des Mais" erwartet, sagte ein Sprecher des Gerichts der "Thüringer Allgemeinen" (Vorabbericht Donnerstagsausgabe).
Regierung will mehr Tempo bei der Energiewende
Die Bundesregierung drückt bei der Energiewende aufs Tempo. Bundeskanzlerin Angela Merkel mahnte am Dienstag mehr Anstrengungen für Windenergieparks im offenen Meer an, Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler kündigte einfachere Planungsverfahren an. Für Mittwoch hat Merkel zu einem Energie-Spitzentreffen ins Kanzleramt geladen.
Elektroauto braucht staatliche Starthilfe in Millionenhöhe
Obwohl die Bundesregierung bereits eine Milliarde Euro in die Erforschung der Elektromobilität investiert hat, fordern Autohersteller und Energiekonzerne weitere Fördermillionen, um dem Elektroauto zum Durchbruch zu verhelfen. Darüber hinaus müssten zahlreiche Stromtankstellen an öffentlich zugänglichen Orten installiert werden.