Anlagebetrug mit Heizkraftwerken zieht wohl Insolvenz nach sich
Nach dem Ende November aufgedeckten mutmaßlichen Millionenbetrug mit Blockheizkraftwerken in Franken hat ein Teil des verdächtigen Firmennetzwerks Insolvenz angemeldet. Der Antrag der GFE, Gesellschaft zur Förderung Erneuerbarer Energien mbH, sei Ende des Jahres eingegangen.
Nürnberg (dapd/red) - Das erklärte die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth am Montag auf Nachfrage. Nach Angaben der Anwaltskanzlei CLLB, die Geschädigte vertritt, wurde am 30. Dezember die Insolvenzverwaltung angeordnet und ein Insolvenzverwalter bestimmt.
(Foto / Abb.: Fotolia.de)Wie die genaue Rolle der Firma in dem verdächtigen Geflecht aus mindestens 13 Firmen gewesen sei, könne man noch nicht sagen, erklärte eine Staatsanwaltschaftssprecherin. Zu den Ermittlungen sagte sie, der Verdacht des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs bestehe weiterhin. Auch die sieben bei den Durchsuchungen Ende November Festgenommenen seien weiter in Haft. Geständnisse habe es bislang nicht gegeben. Die Verdächtigen bestritten die Vorwürfe oder schwiegen.
Die Staatsanwaltschaft geht in Zusammenhang mit den Betrugsvorwürfen von mehr als 1.000 geschädigten Anlegern aus Deutschland und der Schweiz und einem Schaden in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe aus. Die Verdächtigen sollen Anleger mit dem Versprechen traumhafter Renditen durch rapsölbetriebene Blockheizkraftwerke gelockt haben. Durch deren Kauf und Rückverpachtung sollte sich das eingesetzte Geld binnen 20 Jahren in etwa versechsfachen. Die eingesammelten Gelder sollen die Verdächtigen allerdings größtenteils für sich selbst verwendet haben.
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