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Deutschland soll mit Solarstrom aus Afrika versorgt werden

20 Unternehmen wollen deutsche Haushalte in mehreren Jahren mit Solarstrom aus Afrika beliefern. Mitte Juli wollen sich die Firmen, darunter die Münchener Rück, Siemens und RWE, zu einem Konsortium für das spektakuläre Vorhaben zusammenschließen. Es handele sich um die größte private Ökostrom-Initiative aller Zeiten.

München (ddp/red) - Der Bau riesiger Solarkraftwerke in den Wüsten des Kontinents soll 400 Milliarden Euro kosten und in zehn Jahren den ersten Strom liefern, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. "Wir wollen eine Initiative gründen, um in den nächsten zwei bis drei Jahren konkrete Umsetzungspläne auf den Tisch zu legen", sagte der Münchener-Rück-Vorstand Torsten Jeworrek der Zeitung. Der weltgrößte Rückversicherer steht an der Spitze der Gruppe.

Solar (Foto / Abb.: Daniel Schoenen / Fotolia.com)

Bereits am 13. Juli wollen die Firmen zur konstituierenden Sitzung in München zusammenkommen. Noch hält die Münchner Rück dem Bericht zufolge die Teilnehmerliste unter Verschluss. Angehören wollen der Gruppe der Kraftwerksbauer jedoch Siemens, Deutschlands zweitgrößter Energieversorger RWE und die Deutsche Bank. Auch Bundesministerien und der Club of Rome sollen bei der Gründung mit am Tisch sitzen.

Das Projekt gilt laut Bericht als eine der größten privaten Ökostrom-Initiativen aller Zeiten. Trotz Wirtschaftskrise wolle das Konsortium damit den Kampf gegen den Klimawandel vorantreiben und sich an die Spitze der grünen Technologie weltweit stellen. Schon lange setzten Wissenschaftler große Hoffnungen auf die Gewinnung von Solarstrom in Wüsten. Das Milliardenprojekt Desertec soll nun beweisen, dass sich Strom auf diese Weise auch wirtschaftlich produzieren lässt.

16.06.2009 | © Stromseite.de

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