E.on beantragt Rückbau des AKW Isar 1
Der Energiekonzern E.on hat den Rückbau des stillgelegten Kernkraftwerks Isar 1 bei Landshut angekündigt. Der Genehmigungsantrag sei Ende vergangener Woche gestellt worden und werde derzeit geprüft, bestätigte das bayerische Umweltministerium am Donnerstag in München.
Der Rückbau eines Meilers dauert meist länger als der Aufbau. Hinzu kommt das Problem des strahlenden Mülls.
Landshut (dapd/red) - Den Angaben zufolge soll die Öffentlichkeit einbezogen werden, wie es das Atomgesetz vorsieht. Ob E.on das Atomkraftwerk direkt rückbaut oder einen "sicheren Einschluss" - das Einmauern des Reaktors für 30 Jahre zur Verringerung der Radioaktivität - bevorzugt, ist noch fraglich.
Isar 2 ist noch am Netz
Nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima 2011 war Isar 1 vom Netz genommen worden. Das benachbarte AKW Isar 2 soll bis 2022 in Betrieb bleiben. Wie lange der jetzt beantragte Rückbau von Isar 1 dauern und in welcher Form er erfolgen wird, ist indes noch völlig unklar.
Rückbau und Müll verursachen horrende Kosten
Bisweilen dauert der Abriss länger als der eigentliche Bau, und die Kostenfrage ist nur teilweise gelöst. Kürzlich hatte die Umweltschutzorganisation Greenpeace aufgezeigt, dass ab 2022 die Energiekonzerne nicht mehr für ihre Kernkraft-Tochterfirmen finanziell einstehen müssen. Damit könnte auch die Endlagerung radioaktiven Mülls letztlich dem Steuerzahler aufgebürdet werden.
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