Evonik will Wind- und Sonnenstrom im großen Maßstab speichern
Der Essener Industriekonzern Evonik will Strom aus Wind und Sonne im großen Maßstab speicherbar machen. Diese Ziel soll durch die Entwicklung der bis dato größten Lithium-Keramik-Batterie der Welt erreicht werden, wie das Unternehmen am Montag in Essen mitteilte.
Essen (afp/red) - Demnach baut Evonik in einem ersten Schritt an einem Kraftwerk im saarländischen Völklingen einen Stromspeicher mit einer Leistung von einem Megawatt und einer Speicherkapazität von 700 Kilowattstunden. "Würde dieser Speicher viertelstündlich be- und entladen, könnten hiermit theoretisch 4000 Haushalte pro Jahr versorgt werden", erklärte der Konzern. In einem zweiten Schritt will Evonik die Leistung des Speichers auf zehn Megawatt erhöhen.
Mit der neuen Batterie könne das Unternehmen die "durch die Energiegewinnung aus Sonne und Wind verursachten Netzschwankungen stabilisieren und so die Energieerzeugung insgesamt erheblich effizienter gestalten", erklärte Evonik-Chef Klaus Engel. Die Technik werde möglich durch die Kombination von Keramik-Materialien und hochmolekularen Ionenleitern, die gleichzeitig erhöhte Sicherheit, hohe Lebensdauer und geringen Platzbedarf garantierten, teilte das Unternehmen mit. Die Speicher sind den Angaben zufolge nur etwa 50 mal größer als die Batterie von Elektro- oder Hybridautos.
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