Gleichstromprojekt mit Norwegen schreitet voran
Im Rahmen des Projektes "NorGer" will ein norwegischer Netzbetreiber ein Seekabel durch die Nordsee ziehen, so dass in beide Richtungen elektrische Energie transportiert werden kann. Damit kann zum Beispiel Ökostrom zu Spitzenzeiten nach Norwegen "weggeschickt" - und wieder abgerufen werden, wenn Bedarf besteht.
Hannover (dapd/red) - Der niedersächsische Energieminister Stefan Birkner (FDP) hat sich für eine stärkere europäische Verknüpfung der Energienetze ausgesprochen. "Nicht nur innerhalb Deutschlands muss der Netzausbau vorangehen, sondern auch über die Grenzen hinweg", sagte Birkner am Dienstag in Hannover. Weit vorangeschritten sei man bereits bei dem Gleichstromprojekt "NorGer" zwischen Deutschland und Norwegen.
Künftig soll Strom zwischen Deutschland und Norwegen unterseeisch transportiert werden.
Stromtransport in beide Richtungen
Dabei plant der norwegische Übertragungsnetzbetreiber Statnett ein Seekabel durch die Nordsee für den Austausch von elektrischer Energie zwischen beiden Ländern. "Niedersachsen hat die notwendigen Voraussetzungen zum Anschluss der norwegischen Stromleitung bereits geschaffen, das Genehmigungsverfahren ist weit fortgeschritten", sagte Birkner. Diese Trasse soll eine Leistung von rund 1.400 Megawatt in beide Richtungen transportieren können, so dass Strom nach Norwegen gelangt, wenn er in Deutschland günstig regenerativ erzeugt wird und wieder abgerufen werden kann, wenn Bedarfsspitzen bestehen.
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