Greenpeace warnt vor GAU mit Atomkraftwerken
Vor 30 Jahren passierte das Unglück im US-Atomkraftwerk Three Mile Island in Pennsylvania. Messgeräte waren fehlerhaft und ein Reaktorkern schmolz teilweise. Greenpeace warnt, es könnten jederzeit wieder solch schwere Fehler in einem Atomkraftwerk passieren.
Hamburg (red) – Am 28. März 1979 passierte es im amerikanischen Atomkraftwerk: Der größte anzunehmende Unfall (GAU) wurde beinahe im Atomkraftwerk Three Mile Island in Harrisburg bei Pennsylvania zur Wirklichkeit, so Greenpeace. Die Techniker verließen sich unbewusst auf fehlerhafte Messergebnisse und lösten eine teilweise Kernschmelze im Reaktor aus. Heute, nach 30 Jahren, warnen die Umweltschützer vor der weiteren Nutzung von Atomenergie, denn so ein Unfall könne zu jeder Zeit wieder passieren.
Der Gau und seine Folgen
Damals konnte keiner sagen, wie viel Radioaktivität tatsächlich ausgestoßen wurde, da die Messinstrumente von den Abluftkaminen ausgefallen waren. Für die Außenregionen gab es bei der Strahlenübrwachung ebenfalls nicht genügend Messgeräte. Aber ein Epidemiologe namens Dr Steven Wing brachte 1997 auf offiziellen Zahlen basierend eine Statistik heraus. Rund um das Atomkraftwerk gab es laut Greenpeace eine acht- bis zehnfache Steigerung von Leukämieerkrankungen. Lungenkrebserkrankungen stiegen in der Windrichtung des Kraftwerks um ganze 30 Prozent.
Vergessen und Verdrängen der akuten Gefahr
Die Kraftwerkleistung fiel seit 1980 bis 1998 in ganz Deutschland von 160 Gigawatt auf 25 Gigawatt. Doch die deutschen Energiekonzerne setzen auf Vergessen und Verdrängen der Gefahr, wenn sie wieder ihre Stimme für verlängerte Laufzeiten der Atomkraftwerke geben, so Heinz Smital von Greenpeace.
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