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Kritik am geplanten Turbo-Verkauf der EnBW-Anteile

Die SPD-Fraktion hat den von der FDP geplanten schnellen Verkauf der baden-württembergischen Landesanteile am Energiekonzern EnBW kritisiert. SPD-Spitzenkandidat Nils Schmid bezeichnete das Vorhaben der Liberalen am Montag als "industrie- und beschäftigungspolitisch falsch".

Stuttgart (dapd/red) - Die FDP-Landesvorsitzende Birgit Homburger hatte zuvor angekündigt, dass es Ziel der FDP sei, die Anteile so schnell wie möglich wieder zu veräußern. Dies soll auf dem gerade stattfindenden Landesparteitag thematisiert werden. Geplant ist offenbar, die Landesanteile an der EnBW bereits in der kommenden Legislaturperiode zu veräußern.

EnBW Schmid warf FDP und CDU eine "rein ideologische Sichtweise" vor, sollten sie die Aktien dem kurzfristigen Gewinndenken an der Börse unterwerfen wollen. Er verwies darauf, dass die Firmen an der Börse dem Druck von Quartalsberichten ausgeliefert seien. Würden die EnBW-Aktien tatsächlich dort gehandelt werden, stünde bei dem Unternehmen nur die kurzfristige Rendite der Anleger im Mittelpunkt und nicht die energiepolitische Zukunft des Landes etwa mit erneuerbaren Energien.

Zudem ginge ein Börsengang meist auf Kosten der Beschäftigten, wenn die Unternehmen dazu übergingen, ihre Arbeitskosten zu senken. "Die FDP betreibt ihre Klientelversorgung weiter und will auf Kosten der Energiepolitik im Land und der EnBW-Beschäftigten Kapitalinvestoren fördern", sagte Schmid.

06.01.2011 | © Stromseite.de

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