Neue Photovoltaikprojekte in Ostdeutschland
Bosch und E.ON planen gemeinsam Solarprojekte in Thüringen - wie viele, wurde noch nicht bekannt. Zudem ist im südlichen Sachsen-Anhalt der erste Solarpark in kommunaler Trägerschaft geplant, und zwar in Landsberg. 30 Millionen Euro sollen dort in eine Gesamtleistung von zehn Megawatt investiert werden.
Erfurt/Landsberg (ddp/red) - Bosch Solar Energy und E.ON Thüringer Energie planen gemeinsame Photovoltaikprojekte im Freistaat. Für eine stärkere Nutzung der Sonnenenergie auf Dächern und Freiflächen sei eine Kooperationsvereinarung geschlossen worden, teilten die Unternehmen am Montag in Erfurt mit. Bosch werde die Solaranlagen errichten, die dann von E.ON betrieben werden. Um wie viele Projekte es geht, wurde noch nicht bekanntgegeben.
Weiterhin wurde bekannt, dass noch in diesem Jahr ein großer Solarpark in Landsberg (Saalekreis) gebaut werden soll. Der Solarpark wäre der erste in kommunaler Trägerschaft im südlichen Sachsen-Anhalt. Nach vorläufigen Berechnungen beläuft sich die Investitionssumme auf rund 30 Millionen Euro, wie die "Mitteldeutsche Zeitung" vergangene Woche berichtete.
Geplant sei, einige tausend Module zu installieren, die ganzjährig Sonnenenergie in elektrischen Strom umwandeln. Laut Projektunterlagen sollen die Kollektoren auf einer Fläche von 30 Fußballfeldern aufgestellt werden. Erwartet werde eine Gesamtleistung von zehn Megawatt. Damit könnte Landsberg sich unter günstigen Umständen zeitweise sogar eigenständig mit Strom versorgen.
Landsbergs Bürgermeister Olaf Heinrich (CDU) sagte der Zeitung, er gehe davon aus, dass der Solarpark jährlich mehrere hunderttausend Euro erbringen werde. Zwar gebe es keine zusätzliche staatliche Förderung, und es müsse ein Kredit für die Anlage aufgenommen werden. Das Projekt zahle sich aber für die Kommune wegen der gesetzlich garantierten Vergütung für Solarstrom aus. Gewinnbringend bleibe der Park sogar dann noch, wenn die zugrunde gelegten Strompreise entgegen den Erwartungen um 15 Prozent sinken würden, sagte Heinrich.
Der Stadtrat habe dem Vorhaben bereits zugestimmt, hieß es weiter. Im April soll die Ausschreibung vorliegen, für Herbst ist die Inbetriebnahme geplant.
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