Russischer Oligarch will 675 Millionen von RWE einklagen
Der russische Oligarch Leonid Lebedew fordert Medienberichten zufolge Schadenersatz in Höhe von 675 Millionen Euro vom deutschen Energieversorger RWE und seinem Vorstandschef Jürgen Großmann. Hintergrund: Lebedew sei beim Kauf eines russischen Versorgers von RWE hintergangen worden.
Hamburg (AFP/red) - Lebedews Energieunternehmen Sintez verklagte RWE und Großmann vor dem Landgericht Essen, wie am Freitag das "Manager-Magazin" in seiner Onlineausgabe und die "Wirtschaftswoche" berichteten.
RWE brach die Verhandlungen ab
Laut "Manager-Magazin" reichte der Mischkonzern aus St. Petersburg die Klage schon Ende 2011 ein. RWE und Sintez hatten im März 2008 ein Gemeinschaftsunternehmen gebildet, um den zur Privatisierung anstehenden russischen Stromanbieter TGK-2 zu kaufen. Sintez bekam den Zuschlag, anschließend konnten sich die beiden Partner aber nicht darüber einigen, zu welchem Preis RWE einsteigen sollte. Ein halbes Jahr nach dem Erwerb von TGK-2 brach RWE die Verhandlungen ab.
Bei den Gesprächen hintergangen?
Ein Versuch Lebedews, RWE durch eine Klage vor einem Londoner Schiedsgericht wieder zurück an den Verhandlungstisch zu zwingen, scheiterte. Jetzt versucht Lebedew es offenbar erneut. Sein Argument: Ohne RWE als Partner hätte Sintez TGK-2 nie gekauft. RWE und Großmann hätten ihn bei den monatelangen Verhandlungen mehrfach hintergangen und schließlich in Stich gelassen.
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