Vattenfall gewinnt mehr Strom aus Braunkohle
Der Energiekonzern Vattenfall hat die Stromgewinnung aus Braunkohle im vergangenen Jahr in der Lausitz erneut gesteigert. 2011 wurden in den Kraftwerken Jänschwalde, Schwarze Pumpe, Boxberg und Lippendorf 53 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert, wie das Unternehmen am Montag in Cottbus mitteilte.
Cottbus/Dresden (dapd/red) - 2010 waren es 51,5 Milliarden Kilowattstunden. Gleichzeitig erhöhte sich die Braunkohleförderung in den Lausitzer Tagebauen auf fast 60 Millionen Tonnen Rohbraunkohle. Im Jahr 2010 waren es 56,7 Millionen Tonnen. Laut Unternehmen hängt dies auch mit der Wiederaufnahme des Regelbetriebs im modernisierten Tagebau Reichwalde zusammen.
Sachsens Linke wollen raus aus der Braunkohle
Die sächsische Linke fordert den Ausstieg aus der Braunkohleverstromung. Spätestens bis 2040 solle auf die weder "umweltgerechte noch klimafreundliche" Technik verzichtet werden, sagte die energiepolitische Sprecherin der Linke-Fraktion, Monika Runge, am Montag in Dresden. Zudem müsse der Ausbau der erneuerbaren Energien entgegen den bisherigen Plänen der Landesregierung schneller vorangehen.
Regierung setzt weiterhin auf Braunkohle
Bis 2020 wollen die Linken 40 Prozent des sächsischen Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien gewinnen. Das bisherige Energieprogramm der Regierung sieht eine Zielmarke von 33 Prozent vor und setzt zudem auf Strom aus Braunkohle. Am Donnerstag sollten die energiepolitischen Forderungen auch im Landtag thematisiert werden.
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