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Verivox: Viele Siegel und Zertifikate bei Ökostrom verwirrend

Viele Verbraucher sind durch die Vielfalt der Siegel und Zertifikate für Ökostrom nach Erfahrung des Verbraucherportals Verivox verunsichert. Die fehlenden verbindlichen Kriterien dafür, was Ökostrom heißen darf, verwirrten wechselwillige Stromkunden, erklärte Verivox am Mittwoch.

Heidelberg (afp/red) - "Ohne klare Definitionen ist ein Dschungel aus Zertifikaten und Gütesiegeln entstanden, in dem Verbraucher sich schnell verirren können." Dabei könne Ökostrom nicht nur der Umwelt helfen, sondern häufig auch Geld sparen: Im bundesweiten Durchschnitt sind Ökostromtarife für Familien laut Verivox im Jahr 95 Euro günstiger als das billigste Angebot des Grundversorgers.

Erneuerbare Energien (Foto / Abb.: Simon Kraus / Fotolia.com)

Als Ökostrom wird Energie verstanden, die aus erneuerbaren oder aus besonders umweltfreundlichen Quellen stammt. Erneuerbare Quellen sind Wasser, Wind, Sonne und Biomasse. Als umweltfreundlich gilt auch Strom aus Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen auf Erdgasbasis.

Zertifikate sagen nichts über Qualität von Ökostrom

Zertifikate garantieren laut Verivox zwar Herkunft und Zusammensetzung des Ökostroms, sie können aber gehandelt werden und sagen wenig über die Qualität eines Ökostromtarifs aus. Bei Gütesiegeln dagegen sei meist Voraussetzung, dass ein bestimmter Anteil der Einnahmen in den Bau von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien investiert werde. Die jeweiligen Anforderungen an die Stromanbieter sind jedoch unterschiedlich streng. Verivox forderte daher allgemeine gesetzliche Richtlinien für Ökostromprodukte.

22.07.2009 | © Stromseite.de

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