Wachpersonal von Atomkraftwerken will womöglich streiken
Die Gewerkschaft Verdi droht mit Warnstreiks beim Wachpersonal der deutschen Atomkraftwerke. Wie die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" am Mittwoch berichtete, will Verdi damit der Forderung nach einem Sozialtarifvertrag Nachdruck verleihen, um die Folgen des Atomausstiegs für die Mitarbeiter abzumildern.
Hannover (AFP/red) - "Wenn die Arbeitgeber sich weiter stur stellen, sind wir gezwungen, zu ganztägigen Warnstreiks aufzurufen", sagte Verhandlungsführerin Ute Gottschaar dem Blatt. Damit drohen Stillstände in den bestreikten Anlagen. Vom Atomausstieg betroffen sind insgesamt knapp 2000 Mitarbeiter an 17 Standorten.
(Foto / Abb.: Britta Tewes / Pixelio.de)Altersteilzeit an AKW-Restlaufzeit orientieren
Die Gewerkschaft fordert zum einen, dass Mitarbeiter vom 55. Lebensjahr an in Altersteilzeit gehen können. Darüber hinaus sollen für jüngere Beschäftigte Arbeitszeitkonten eingeführt werden, die sich an der Restlaufzeit der Atomkraftwerke orientieren.
Abfindungen von bis zu 30.000 Euro verlangt
Als Abfindungen verlangt Verdi pro Beschäftigungsjahr 75 Prozent des Bruttogehalts. Das könnte dem Bericht zufolge auf bis zu 30.000 Euro je Mitarbeiter hinauslaufen. Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft lehnt die Gewerkschaftsforderungen ab.
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