Die Sicherheit der Stromversorgung in Deutschland hat sich weiter verbessert. 2008 sei pro Haushalt der Strom im Schnitt für 16,89 Minuten ausgefallen, teilte die Bundesnetzagentur am Montag in Bonn mit. Die Bürger der deutschen Nachbarländer müssen im Schnitt mehr Stromausfälle hinnehmen.
Bonn (afp/red) - Im Jahr zuvor habe sich die Ausfallzeit noch auf 19,25 Minuten belaufen. Damit sei die Versorgungszuverlässigkeit in Deutschland höher als in europäischen Nachbarstaaten. In Österreich etwa seien die Haushalte 2008 im Schnitt 43,69 Minuten ohne Strom gewesen.
In die Berechnung der Unterbrechungszeiten in Deutschland seien allgemeine Netzstörungen eingeflossen, Schäden durch Fremdeinwirkung Dritter oder atmosphärische Störungen, teilte die Netzagentur mit. Nicht berücksichtigt wurden demnach Unterbrechungen durch höhere Gewalt. Solche Unterbrechungen hätten sich 2008 auf 1,2 Minuten belaufen, 2007 durch den Orkan "Kyrill" dagegen noch auf 16,42 Minuten, teilte die Bundesnetzagentur mit. Für die Berechnungen wurden die Meldungen von über 800 Stromnetzbetreibern untersucht.