ZVEI startet Info-Kampagne zu Smart Metering
Am Rande der Messe E-world energy & water wurde im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) die Kampagne "Pro Smart Metering" gestartet. Ziel ist, dem Verbraucher transparent zu machen, welche Zusatzinformationen und welchen Nutzen die neuen Zähler bringen.
Frankfurt/Main (red) - Smart Meter für Gas, Wasser und Wärme sind in einigen Regionen bereits in der Einführungsphase. Die für den Stromkunden wichtigste Neuerung ist, dass der Verbrauch aktuell und direkt angezeigt werden kann. Dazu Herbert Brunner, Vorsitzender der ZVEI-Fachabteilung "Zählung und Systemlösungen": "Mit den neuen digitalen Zählern und entsprechender Peripherie lassen sich versteckte Energiefresser aufspüren und das eigene Verbrauchsverhalten ohne Komforteinbußen optimieren."
Smart Meter erlauben darüber hinaus, diese Informationen an den Stromversorger zu melden und künftig beispielsweise unterschiedliche Tarife zu verschiedenen Uhrzeiten zu nutzen. So können letztlich mehr Privatkunden von ihrem persönlichen Sparpotenzial profitieren. Brunner schätzt, dass deutsche Haushalte ihre Stromrechnung um drei bis sieben Prozent senken könnten.
Zudem würden aufgrund des optimierten Verbrauchsverhaltens auch Ressourcen geschont und CO2-Emissionen gesenkt. Die Smart-Metering-Kampagne adressiert sowohl Handwerk als auch Haushalte. Sie gibt Antworten auf Fragen wie: Was ist an den neuen Messgeräten "smart"? Wie können Kunden die "Intelligenz" der Zählertechnik für sich nutzen? Welche Energiearten werden vom Smart Meter erfasst? Und wer ist der Ansprechpartner für Endkunden?
Der Begriff Smart Metering sei bei privaten Kunden "faktisch unbekannt", so eine Folgerung der Nordlight research aus Hilden nach ihrer Befragung von etwa 1000 Haushalten im Jahr 2009. Unklar sei auch, welcher Nutzen sich hinter der neuen Messtechnik verbirgt. Hier soll die Kampagne ansetzen.
Der ZVEI weist darauf hin, dass vor der Anschaffung eines Smart Meter auf eigene Initiative geklärt werden sollte, was er leiste und welche Geräte daher in Frage kämen. "Nicht mit jedem Gerät lassen sich alle Vorteile erschließen", warnte Brunner.
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