Der Stromzähler soll künftig intelligenter werden
Jeder kennt ihn, doch kaum jemand schaut ihm gerne bei der Arbeit zu, je höher die Strompreise steigen: Einen Stromzähler gibt es in jedem Haushalt. Künftig sollen die Zähler intelligenter werden und so helfen, Energie zu sparen.
Wie der Stromzähler langsamer läuft
Wenn sich der Stromzähler dreht, bekommen viele Kunden angesichts der steigenden Strompreise regelrecht graue Haare. Doch in jedem Haushalt lässt sich Strom sparen, durch ein paar kleine Verhaltensänderungen bzw. Anschaffungen. Künftig soll es den Haushalten durch so genannte intelligente Stromzähler aber noch leichter gemacht werden, Geld zu sparen. Denn es sollen deutlich mehr zeitabhängige Tarife als bisher eingeführt werden. So wäre es beispielsweise billiger, den Trockner und die Waschmaschine über Nacht laufen zu lassen, weil dann günstigere Strompreise gelten. So läuft der Stromzähler gleich ein bisschen langsamer. Wer heute noch eine Heizung hat, die mit Nachtstrom betrieben wird, hat auch einen zeitabhängigen Tarif und deshalb auch zwei Stromzähler für Tag- und Nachtstrom. Künftig wird das aber ein Zähler alleine können.
Was intelligente Stromzähler leisten
Diese Stromzähler, auch Smart Meter genannt, schicken jede Viertelstunde Daten über die DSL-Leitung an den Zähler bzw. den jeweiligen Energieversorger. So wird der Stromverbrauch ganz genau erfasst. Man kann dann schneller als bisher Stromfresser orten - etwa dadurch, dass zum Zeitpunkt X die alte Gefriertruhe zu laufen begann. Diese Daten kann man künftig übers Internet einsehen und auswerten; jeder Stromkunde bekommt einen passwortgeschützten Zugang. Allerdings werden es auch die intelligenten Stromzähler nicht verhindern können, dass bestimmte Arbeiten - etwa Staubsaugen - nur bedingt zeitlich verschiebbar sind und nun einmal nicht nachts erledigt werden können. Zudem läuft in Haushalten mit Kindern vielfach den ganzen Tag lang die Waschmaschine, so dass der billigere Nachtstrom kaum hilfreich ist. Wie teuer die neuen zeitabhängigen Tarife sein werden und wie viel Geld man tatsächlich einsparen kann, werden die kommenden Jahre zeigen.
Der Stromzähler muss auch bei einem Anbieterwechsel nicht getauscht werden - es sei denn, ein Smart Meter wird installiert.
Ein Stromzähler muss beim Anbieterwechsel nicht getauscht werden
Ein Stromzähler gehört übrigens zum Haushalt quasi untrennbar dazu, er wird auch dann nicht ausgetauscht, wenn man den Stromanbieter wechselt. Lediglich bei einem Wechsel von einem herkömmlichen Stromzähler zu einem intelligenten würde das Gerät getauscht werden müssen. Somit können all jene Kunden, die einen Stromanbieterwechsel in Betracht ziehen, ganz beruhigt sein. Es muss noch nicht einmal jemand ins Haus kommen, denn den Zähler kann man selbst ablesen. Man muss sich lediglich den Zählerstand und die Nummer des Zählers notieren und diese Daten an den Anbieter schicken. Übrigens: Einen Stromzähler zu manipulieren ist nicht nur ein Straftatbestand, sondern auch technisch gar nicht so einfach. Die Anbieter sind schon vielen Kunden auf die Schliche gekommen, die versucht hatten, die Zählerwerte zu manipulieren.