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Neuer Reaktor in Frankreich soll 2018 ans Netz gehen
Der Bau des Europäischen Druckwasserreaktors im französischen Flamanville verzögert sich weiter; er wird wohl erst im Jahr 2018 ans Netz gehen. Teurer als erwartet wird der Reaktor, der eigentlich schon 2012 in Betrieb gehen sollte, außerdem. Die negativen Schlagzeilen reißen nicht ab.

Paris (dpa/red) - Der erste französische Atomreaktor der neuen Generation verzögert sich weiter und soll nun erst Ende 2018 ans Netz gehen. Die erwarteten Kosten des Europäischen Druckwasserreaktors (EPR) in Flamanville am Ärmelkanal steigen auf 10,5 Milliarden Euro, wie der Stromerzeuger EDF am Donnerstag ankündigte. Erst im November war die Fertigstellung auf 2017 verschoben worden, seitdem wurden aber neue Probleme bekannt.
Seit Jahren negative Schlagzeilen
Die Atomaufsicht hatte im April über Auffälligkeiten am Reaktorbehälter informiert, der von Areva gebaut wird. Es ging dabei um die Zusammensetzung des Stahls in gewissen Zonen des Deckels und des Bodens. Der Druckwasserreaktor macht seit Jahren negative Schlagzeilen. Ursprünglich sollte er bereits 2012 in Betrieb gehen und 3,3 Milliarden Euro kosten. EDF stellte die Organisation des Projekts nun neu auf.
Frankreichs Atomindustrie steckt im Umbau, der weltgrößte Atomkonzern Areva kämpft mit Milliardenverlusten. Der staatseigene Stromriese EDF übernimmt deshalb die Mehrheit des Reaktorgeschäfts von Areva. Der Kauf soll Mitte 2016 abgeschlossen sein.
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